Goodbye WhatApp-Newsletter.

Facebook zieht die Reißleine und schiebt den WhatsApp-Newsletter zum 7. Dezember 2019 auf das Abstellgleis.

Für viele Unternehmen war diese Nachricht im Juni diesen Jahres sicherlich ein Schock. Immerhin hat man sich mehr oder weniger mühsam eine ganz ansehnliche Empfängerbasis für den eigenen WhatsApp-Newsletter aufgebaut. Nachrichten konnten in Windeseile verbreitet werden und neun von zehn Empfängern öffneten diese binnen Minuten.
Jetzt ist dieser gewinnbringende Push-Kanal für Massenbenachrichtigungen versiegt, wenngleich WhatsApp Unternehmen auch weiterhin eine Kommunikation mit ihren Kunden über die WhatsApp Business App oder WhatsApp Business API ermöglicht. Über letztere können Unternehmen beispielsweise Fragen von Kunden über den Customer-Care-Chat innerhalb eines 24h Zeitfensters beantworten. Außerhalb dieses Zeitfensters können unter bestimmten Umständen auch Notifications genutzt werden, die dann aber kostenpflichtig für das Unternehmen sind.

Ist das Messenger-Marketing jetzt am Ende?

Nein, der Massenversand von Push-Nachrichten ist aber ein Auslaufmodell. Uns steht ein Paradigmenwechsel ins Haus, wonach sich die Art und Weise, in der Unternehmen legal mit Kunden kommunizieren, verändern wird: weg von Push (Newsletter) hin zu Pull, also Conversational Marketing. Laut den aktuellen Umfrage-Ergebnissen von Messengerpeople und Yougov ist für 83 Prozent der befragten deutschen Unternehmen guter Kundenservice heute von essentieller Bedeutung. Für knapp zwei Drittel der Unternehmen liege die Zukunft dabei im Einsatz von Messengern. Genauso wichtig: Knapp die Hälfte der Deutschen wünsche sich laut der Studie mit Unternehmen via WhatsApp in Kontakt treten zu können. Kein Wunder angesichts von etwa 58 Millionen deutschen Nutzern, die WhatsApp täglich verwenden.

Welche Alternativen gibt es?

Trotzdem die Zeichen ganz eindeutig auf Conversational Marketing stehen, wird für viele Unternehmen die Contentverbreitung per Push-Nachrichten auch weiterhin eine (wichtige) Rolle spielen. Wissentlich, dass WhatsApp aufgrund der Verbreitung eigentlich alternativlos ist, kommen nachfolgende Alternativen in Betracht. Welche davon am relevantesten ist, hängt von der zu erreichenden Zielgruppe ab:

  • Facebook Messenger: kostenpflichtige Sponsored Messages an Nutzer, die bereits mit dem Unternehmen in Kontakt stehen.
  • Telegramm: Unternehmen können im Business Bereich über ihre Channels Newsletter verschicken.
  • Apple Business Chat: Aktive Push-Nachrichten können über „Notification-Feature“ an Abonnenten versendet werden, sofern diese per Opt-In angemeldet sind und parallel auch ein Kundenservice angeboten wird.
  • Notify: Abonnenten erhalten Push Notification und rufen die Inhalte dann auf WhatsApp ab.
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